17. März 2017: Neue Windkraftbeteiligungen im Zweitmarkt und beim Repowering von Windparks

Neue Windkraftbeteiligungen im Zweitmarkt und durch Windpark-Repowering – was das EEG 2017 und die aktuellen Rahmenbedingungen für Investoren in Windkraft bedeuten.

Investition in den Wind-Zweitmarkt und Windpark-Repowering
Investition in den Wind-Zweitmarkt und Windpark-Repowering: Neue Beteiligungen in Kürze

Zunächst einmal bleibt alles beim Alten: Die Energiepolitik der Bundesregierung sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das EEG 2017 leitet eine Zeitenwende für Projektierer und Investoren von Windparks ein: Der Zubau wird ab sofort gedeckelt, und neue Projekte werden über Ausschreibungen vergeben. Die endgültige Förderhöhe wird dabei über einstufige Referenzertragsmodelle an die jeweiligen Standorte angepasst. Fazit der meisten Marktteilnehmer: Es wurde ein Prozess erschaffen, der den Gesamtzubau deutlich reduziert (Ausbauziele zunächst 2.800 Megawatt pro Jahr) und der es gleichzeitig kleineren Unternehmen schwer machen wird, erfolgreich am weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland teilzuhaben.

Windmarkt zukünftig ohne Bürger und Genossenschaften?

Die Gesetzgebung fällt in eine Zeit, in der die Märkte geprägt sind vom Niedrigzinsniveau und von einem hohen Maß an Kapital. In der Folge sind die Preise für Windparks ähnlich stark gestiegen wie in Bereichen der Immobilienmärkte – Großinvestoren, Versicherungen, Stiftungen, Energieversorger und Stadtwerke überbieten sich mit teils horrenden Preisen für neue Windparkprojekte am Erstmarkt. Auf die Folgen für ökologisch motivierte Privatanleger hat Grüne Sachwerte bereits seit längerem hingewiesen: Breite Beteiligungen an Windparks durch Bürger-Windkraftfonds werden immer seltener, auch da in Folge der Finanzmarktregulierung Aufwand und Kosten bei öffentlichen Emissionen gestiegen sind.

Komplette Windparks werden heute in der Regel schnell und direkt an einen meistbietenden Großinvestoren veräußert, und nicht an viele einzelne Investoren, etwa in Form von Bürgerbeteiligungen und Genossenschaften. Diese sind leider zunehmend seltener anzutreffen, und die komplexen Ausschreibungen werden diesen Trend wohl weiter verstärken.

Von der Nische ins Rampenlicht: Wind-Zweitmarkt und Repowering

Investitionen in ältere Windkraftanlagen bieten spannende und unternehmerische Möglichkeiten
Investitionen in ältere Windkraftanlagen bieten spannende und unternehmerische Möglichkeiten

In Deutschland sind im Frühjahr 2017 rund 27.000 Windkraftanlagen mit rund 46 Gigawatt an Windkraftleistung installiert. Eine hohe Anzahl von Windparks sind inzwischen nahezu am Ende ihrer 20-jährigen EEG-Vergütungsphase angekommen, und gleichzeitig technisch in die Jahre gekommen. Viele erfahrene Marktakteure wenden sich daher seit Jahren zwei Bereichen zu, die zunehmend wichtiger werden, und auch in den kommenden Jahren für Anleger vernünftige und spannende Perspektiven bieten: Investitionen in den Windkraft-Zweitmarkt und in Repowering-Maßnahmen. Diese Bereiche werden aktuell immer wichtiger, um die Energiewende am Laufen zu halten: Wenn ältere Windkraftanlagen zum Ende Ihrer Laufzeit aus der gut kalkulierbaren EEG-Förderung fallen, dann Sie benötigen eine Perspektive, sowie oftmals frisches Geld von neuen Investoren. Der Wegfall vieler Windparks hingegen würde für die Energiewende einen herben Rückschlag bedeuten.

Abschalten von fossilen Kraftwerken sowie CO²-Steuer entscheidend für Perspektiven

Das aktuelle Überangebot an Strom im deutschen Markt hat den Börsenstrompreis auf ein dauerhaft niedriges Niveau von rund 3 Cent/kWh gesenkt. Hier ist es wirtschaftlich und vor allem klimapolitisch geboten, durch einen schnelleren Ausstieg aus der Nutzung fossiler Kraftwerke das Überangebot zu senken: Eine faire (und überfällige) Besteuerung der CO²-Emissionen in der Kohleverstromung würde hier das Gleichgewicht schnell wiederherstellen. Aber auch das klar definierte Abschalten weiterer Kernkraftwerke in Deutschland wird in den nächsten Jahren das Überangebot an Strom ausgleichen können. Besonders alte Windparks am Ende ihrer EEG-Vergütung bekommen durch einen vernünftigen Strompreis eine wirtschaftlich rationale Möglichkeit des Weiterbetriebes, so sie technisch dazu in der Lage sind. Dies hängt im jeweiligen Einzelfall darüber hinaus von vielen individuellen Standortfaktoren ab, die von Experten geprüft und bewertet werden müssen.

Neue Beteiligungen bei Grüne Sachwerte in Kürze

Grüne Sachwerte wird sich in den kommenden Monaten und Jahren verstärkt diesen wichtigen Bereichen widmen. Mit verschiedenen Partnern und gemeinsam mit unseren Kunden werden wir versuchen, sinnvolle Repoweringmaßnahmen zu finanzieren sowie den Weiterbetrieb alter Windparks zu ermöglichen. Hierzu wird es zeitnah verschiedene Arten der Beteiligung für ökologische Anleger geben – wir freuen uns jetzt schon auf Ihr Interesse.

Windkraft, die Energieerzeugung der Gegenwart und Zukunft

Über Grüne Sachwerte

Grüne Sachwerte ist spezialisierter und unabhängiger Ansprechpartner für ökologische Geldanlagen. Neben dem Schwerpunkt der unternehmerischen Sachwertbeteiligung, wie Investitionen in Windparks oder Solaranlagen, bietet Grüne Sachwerte auch Geldanlagen mit fester Verzinsung an.

Weitere Informationen zur Grüne SachwerteGruppe und die aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter www.gruene-sachwerte.de.

Pressekontakt:

Für weitere Fragen steht Ihnen gerne unsere Pressereferentin Sandra Horling zur Verfügung. 

Tel. 0421 / 59 64 79 - 60
presse@gruene-sachwerte.de
www.gruene-sachwerte.de

Grüne Sachwerte GmbH
Mainstraße 34 
28199 Bremen

 

Nutzung der Pressemitteilung

Grüne Sachwerte e.K. - ökologische Geldanlage

Die nebenstehende Pressemitteilung von Grüne Sachwerte kann für private, redaktionelle und journalistische Zwecke genutzt werden.

Alle Pressemitteilungen von Grüne Sachwerte

 

Angebote für Repowering und Wind-Zweitmarkt