Grüne Sachwerte unterwegs in Zahna
Wattner Solarkraftwerk mit 41 MW und einem besonderen ökologischen Konzept
Ein Bericht von Michael Horling (enthält persönliche Meinungen und Ansichten). 3. März 2026
Es sind bewegte Zeiten, in denen sich Silja Schnor, unsere Marketing-Mitarbeiterin, und ich, Michael Horling, Geschäftsführer bei Grüne Sachwerte, auf den Weg machen. Viele verschiedene Gedanken werden mir heute durch den Kopf gehen: Zunächst einmal die Freude, nach dem langen dunklen Winter das Büro gegen den Zug zu tauschen und mit einem klaren Ziel quer durch die Republik zu fahren, an einem sonnigen Frühlingstag. Wir wollen uns heute das Solarkraftwerk Zahna anschauen, das in Sachsen-Anhalt, eine Stunde südlich von Berlin, mit rund 41 Megawatt Leistung errichtet wurde und in den kommenden Wochen den Betrieb aufnehmen soll. Wattner ist schon seit über 20 Jahren im deutschen Solarmarkt aktiv, und hat inzwischen rund 800 Megawatt an Solarparks errichtet, aber der Solarpark Zahna wird das größte einzelne Solarkraftwerk sein.
Als unser Zug im Sonnenaufgang den Bremer Hauptbahnhof verlässt, bestimmen die Nachrichten aus der Golf-Region und Iran meine Gedanken: Wieder ein neuer Kriegsschauplatz, ein möglicher Flächenbrand, mit Konsequenzen lokal wie global. In Deutschland sorgen sich Autofahrer um die Benzin- und Dieselpreise, die Politik fürchtet höhere Preise und eine Schwächung der Wirtschaft durch mögliche Energieknappheit, zumindest aber durch massive Preisanstiege. Und was macht die Wirtschaftsministerin? An ihrer „Strategie“, ihrem Mantra, der Gas-Industrie in Deutschland zum Comeback zu verhelfen, wird die nächste Energiekriese vermutlich nichts ändern. Innerlich seufze ich auf. Schon als ich vor zwanzig Jahren anfing, Wind- und Solarparks zu finanzieren, gemeinsam mit mutigen, motivierten Menschen, war die energetische Unabhängigkeit Deutschlands und Europas ein starkes Argument, das überzeugte und bekannt war. Bei der Unabhängigkeit von Öl und Gas hätten wir schon so viel weiter sein können und müssen! Nun haben wir die Abhängigkeit von Putin getauscht gegen die Abhängigkeit von Trump und von den Arabischen Öl- und Gas-Lieferanten, und starren gebannt auf die Preise für fossile Rohstoffe, die unser Klima zerstören. Wie frustrierend ist das. Aber wir wollen ja nicht aufgeben, sondern aktiver Teil der Lösung sein und behalten wie immer unseren Optimismus.
Dass manche Politiker nichts gelernt haben – die kürzliche Aufweichung des Heizungsgesetzes ist hierfür nur ein Beleg – ist umso schlimmer, wenn man sich ansieht, wie offenkundig die Fortschritte im Bereich der Erneuerbaren Energien sind. Windkraft und Photovoltaik sind technologisch gereift, der Strom ist günstig geworden und mit den Speichern kommt nun das fehlende Mosaikstück in den Markt. Der Solarpark Zahna zeigt exemplarisch, was in den letzten zwei Jahrzehnten alles geschehen ist: War 2005 noch jedes Megawatt neuer Solarpark ein Pionierwerk, und kostete mehrere Millionen Euro, kostet ein Megawatt nun je nach Solarpark 400.000 bis 600.000 Euro, und eine EEG-Vergütung von rund 5 Cent/kWh ist auskömmlich für rentables Wirtschaften.
Als wir nach rund fünf Stunden Fahrtzeit – mit Halt und Spaziergang in Berlin – endlich in Zahna aussteigen, fühlt es sich toll an, vom kleinen Bahnhof Zahna die gepflasterten Straßen und Wege zum Solarpark zu spazieren. Ich habe das Gefühl, man wird die wirtschaftliche und technische Weiterentwicklung spüren können.
Als wir nach 20 Minuten Spaziergang am Solarpark ankommen, erwarten uns neben dem Projektleiter noch zahlreiche weitere, stark beschäftigte Menschen im Solarpark Zahna – wenige Wochen vor dem Netzanschluss. Wie uns Projektleiter Robin da Silva erläutert, haben zwei Herren von der Landschaftspflege gerade überprüft, wie die integrierten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt wurden. Zeitgleich kommen mehrere Mitarbeiter der Feuerwehr, um die Leistung des neu gebohrten Brunnens zu prüfen – im Falle eines Brandes müssen pro Stunde zahlreiche m³ Wasser zur Verfügung stehen. Die freiwillige Feuerwehr darf den Brunnen dann aber auch nutzen, wenn anliegende Waldstücke brennen sollten, was in Zeiten von Hitze und Dürre ein erfreulicher Nebenaspekt des neuen Solarparks ist. Während die Pumpleistung kontrolliert wird, sind weitere Techniker aufgetaucht, die Kontrollen an den Wechselrichtern durchführen und dokumentieren. Bis zur erstmaligen Netzeinspeisung in einigen Wochen muss alles stimmen.
Der Solarpark ist schön eingebettet in Kiefernwälder und fällt von umliegenden Straßen aus gesehen gar nicht groß auf. Beim Gang durch die hohen Modulreihen ergreift mich eine Mischung aus einer routinierten Nüchternheit und doch auch kindlicher Freude gleichzeitig: Natürlich sieht der Solarpark nicht einzigartig oder unglaublich anders aus – haben wir doch schon einige solcher Kraftwerke besucht über die Jahre – es ist wie das Gefühl eines Kindes, welches merkt, dass es sich über ein Weihnachtsgeschenk beim Auspacken nicht ganz so doll freut, wie es gedacht hätte. Aber gleichzeitig freue ich mich umso mehr besonders über die Fakten, die Projektleiter da Silva, Silja Schnor und ich gemeinsam besprechen und diskutieren: Während die großen Freiflächen-Solarparks in Brandenburg etwa, die ich 2012 besuchte, in der Regel ca. 200 Watt Leistung pro Modul hatten, werden hier neue Hightech-Module mit 610 Watt Leistung genutzt. Die 41 Megawatt benötigen daher nur 34,5 Hektar Fläche – das ist extrem wenig und bedeutet eine besonders hohe energetische Flächeneffizienz.
Im Vordergrund Zahna-West, im Hintergrund Zahna-Ost. Zusammen ergeben beide Abschnitte einen Solarpark mit 41 Megawatt Leistung.
Die vom Solarpark genutzten Flächen, schwer ausgelaugt von heißen Jahren und dauerhaft intensiver Düngung, werden ökologisch aufgewertet, da ökologische Maßnahmen in den Solarpark integriert werden: Wildkräuter-Wiesen, Freiflächen mitten im Solarpark für Bodenbrüter, Reptilien-Steinhaufen – im Vergleich zu den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen soll der Solarpark nach kurzer Zeit ökologisch herausstechen. Der ehemals auf der Fläche aktive Landwirt, selbst auch Verpächter der Flächen, wird sich um die Grünpflege der Solarpark-Flächen kümmern und hat somit weiterhin Arbeit, Zusatzeinkommen und ein Verantwortungsbewusstsein für seine eigenen Flächen. Mit der Idee, auf den ertragsarmen Böden einen Solarpark zu errichten, lief Wattner bei dem Verpächter und mehrerer seiner Nachbarn, die ebenfalls ihre Grundstücke für die nächsten Jahrzehnte verpachten, offene Türen ein.
Nachdem Frau Schnor und ich genügend Infos, Bilder und Videos des Solarkraftwerks gesammelt haben, gehen wir in den Schatten, was in der schon starken März-Mittagssonne guttut. Inzwischen hat die Feuerwehr die Tests erfolgreich beendet, und auch die Grünpfleger haben sich verabschiedet, zufrieden mit dem Konzept und der kooperativen Zusammenarbeit. Auch über unseren Hinweis, dass viele unserer Kundinnen und Kunden sich regelmäßig nach dem Biodiversitätskonzept der Solarparks erkundigen, haben sie sich gefreut: Sie sehen in solchen Freiflächen-Solarparks die Chance, ausgelaugten Böden eine Erholung und Regeneration zu ermöglichen, das sollte schon bald sicht- und spürbar werden. Ein weiterer junger Wattner-Mitarbeiter fährt uns freundlicherweise zurück zum Bahnhof Zahna und berichtet dabei, dass er erst kürzlich seine Forschungsarbeit abschloss zum Thema „Auswirkung von Staub und Emissionen von Tagebauten auf den Ertrag von Freiflächen-Solarparks“. Es gäbe noch viele spannende Themen – wie immer, wenn wir Projekte vor Ort besuchen – aber der Rückweg über Berlin nach Bremen ruft.
Im Solarpark werden zahlreiche Bereiche als Lichtung freigelassen, damit insbesondere bodenbrütende Vögel ein Refugium haben.
Im Zug verfolge ich dann wieder, so besorgt wie gespannt, die Ereignisse in der Weltpolitik und auf den Energiemärkten. Der Solarpark Zahna wird in einigen Wochen an das Stromnetz angeschlossen und wird dann ein weiteres Mosaikstück im Generationenprojekte Energiewende sein, welches sich „wieder einmal“ in einer entscheidenden Umbruchphase in Deutschland befindet, in der sich die fossilen Kräfte und deren Lobbyisten aufbäumen. In Berlin haben wir noch etwas Zeit, steigen am Potsdamer Platz aus und spazieren auf dem Weg zum Hauptbahnhof am Brandenburger Tor und am Reichstag vorbei.
„Wollen wir schauen, ob Frau Reiche Zeit für ein Gespräch hat?“, frage ich Silja scherzhaft, aber wir schätzen, dass sie an unserer Meinung vermutlich wenig Interesse hat.
Den nächsten Schritt machen wir gemeinsam: Mit vielen tausenden, zehntausenden, Millionen aktiven und ökologisch motivierten Menschen in unserer Gesellschaft.
Energiewende gemeinsam umsetzen, Erneuerbare Energien ausbauen, den fossilen Lobbyisten und ihren Vertretern im Parlament zeigen, wie wir Zukunft gemeinsam gestalten. In Zahna, in Deutschland, Europa, überall!
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