Next2Sun kämpft um seine Zukunft
Update - Next2Sun beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung für zwei Töchtergesellschafter
Dillingen/Saar, 05.10.26. Die in den vergangenen Wochen durchgeführte Finanzierungskampagne von Next2Sun hat eine außergewöhnlich hohe Resonanz ausgelöst. Zahlreiche Aktionäre, Investoren, Kunden, Geschäftspartner und weitere Unterstützer signalisierten ihre Unterstützung für das Unternehmen. Nach eingehender Prüfung aller vorliegenden Finanzierungszusagen musste jedoch festgestellt werden, dass der notwendige Kapitalbedarf nicht vollständig gedeckt werden kann. Daher hat die Next2Sun-Gruppe für Teile des Unternehmens die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt.
Im Rahmen der Finanzierungskampagne konnten zahlreiche Finanzierungsbeiträge und Unterstützungsangebote eingeworben werden. Neben Aktienzeichnungen wurden dem Unternehmen weitere Finanzierungsoptionen und Unterstützungsangebote aus unterschiedlichen Kreisen unterbreitet.
Da die Fortführung des Unternehmens auf einer belastbaren und verlässlichen Finanzierungsbasis beruhen muss, wurden sämtliche eingegangenen Zusagen und wesentlichen Finanzierungsangebote in den vergangenen Tagen sorgfältig geprüft und bewertet. Im Zuge dieser Prüfung musste festgestellt werden, dass ein Teil dieser Angebote nicht den nötigen Verbindlichkeitsgrad aufwies, um den Kapitalbedarf für eine mittelfristig gesicherte Fortführung mit ausreichender Sicherheit zu decken.
Vor diesem Hintergrund sah sich die Gesellschaft gezwungen, beim zuständigen Amtsgericht Saarbrücken die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu beantragen. Betroffen sind die Next2Sun Technology GmbH und die Next2Sun Mounting Systems GmbH. Nach jetzigem Stand nicht betroffen sind die Next2Sun AG sowie die Next2Sun Projekt GmbH.
Der Geschäftsbetrieb der Next2Sun Projekt GmbH wird fortgeführt und alle laufenden Projektentwicklungen weiter vorangetrieben. Auch die Projektgesellschaften, die bereits realisierte Agri-PV-Anlagen betreiben, sind nicht insolvent.
Politik sprach und spricht viel von Agri-PV - doch die beschlossene Förderung wurde letzten Endes nicht eingeführt. Unternehmen und Investoren warteten lange darauf, teilweise zu lange.
Der Geschäftsbetrieb der von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften soll fortgeführt werden. Laufende Projekte werden auf ihre wirtschaftliche Umsetzbarkeit geprüft und nach Möglichkeit weitergeführt. Gleichzeitig soll die Suche nach Investoren fortgesetzt werden. Ziel ist es, möglichst viele Arbeitsplätze sowie das im Unternehmen vorhandene Know-how zu erhalten. Die in den vergangenen Wochen erzielte Marktresonanz und die bereits vorliegenden Investitionszusagen, in Verbindung mit den hervorragenden Marktperspektiven der Technologie, bilden dabei eine wichtige Grundlage für weitere Gespräche über die Zukunft und mögliche Sanierungsoptionen des Unternehmens.
Für die aktuelle Aktienemission gilt: Da das erforderliche Finanzierungsvolumen nicht erreicht wurde, kommt die Beteiligung nicht zustande. Entsprechend werden, wie bereits angekündigt, keine Anlegergelder entgegengenommen.
Die Geschäftsleitung bedankt sich ausdrücklich bei allen Unterstützern, Investoren, Kunden, Partnern und Mitarbeitenden, die sich in den vergangenen Wochen mit großem Engagement für das Unternehmen eingesetzt haben. Die große Solidarität und das Vertrauen in die Agri-PV-Technologie von Next2Sun seien ein wichtiges Signal und eine wertvolle Grundlage für die weiteren Schritte.
„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie stark die Unterstützung für unsere Vision einer nachhaltigen Verbindung von Landwirtschaft und Solarenergie ist. Dafür sind wir allen Unterstützern sehr dankbar. Auch wenn die Finanzierung nicht in dem erforderlichen Umfang gesichert werden konnte, werden wir alles daransetzen, die vorhandenen Chancen für eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens zu nutzen“, erklärt Heiko Hildebrandt, Vorstand Next2Sun.
Quelle: Next2Sun
Offizielles Update von Next2Sun, 2. Oktober 2026:
„Im Rahmen der Finanzierungskampagne in den letzten Wochen konnten zahlreiche Finanzierungsbeiträge und Unterstützungsangebote eingeworben werden. Neben Aktienzeichnungen wurden dem Unternehmen weitere Finanzierungsoptionen und Unterstützungszusagen aus unterschiedlichen Kreisen unterbreitet. Insgesamt hat die Kampagne in den vergangenen Wochen eine außergewöhnlich hohe und positive Resonanz ausgelöst.
Nach eingehender Prüfung aller eingegangenen Finanzierungszusagen und Unterstützungsangebote mussten wir leider feststellen, dass die für die Kapitalmaßnahme erforderliche Finanzierungssumme nicht mit dem nötigen Verbindlichkeitsgrad erreicht werden konnte. Die Gesamtsumme enthielt zwei größere Investmentzusagen, deren Umsetzung nicht gesichert werden konnte.
Wie bereits angekündigt, kommt die Beteiligung damit nicht zustande. Die abgegebenen Zeichnungen werden nicht angenommen und es werden keine Anlegergelder eingezogen. Wir bedauern dies sehr, insbesondere mit Blick auf die vielen Menschen, die uns in den vergangenen Wochen mit ihrem Vertrauen den Rücken gestärkt haben. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank!
Uns ist bewusst, dass Sie nun auf weitere Informationen zur Situation von Next2Sun warten. Wir arbeiten mit Hochdruck an den nächsten Schritten und werden Sie über den weiteren Ablauf schnellstmöglich informieren.“
Quelle: Next2Sun AG
Information von Next2Sun, Stand: 28.09.2026, 11:30 Uhr: „Wir haben im Rahmen der Kampagne eine außergewöhnliche Welle der Unterstützung erfahren: Aktionärinnen und Aktionäre, Investoren, Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende sowie viele Menschen, die an unsere Vision glauben, haben sich bei uns gemeldet.
Insgesamt konnten Finanzierungsbeiträge von über 5 Millionen Euro mobilisiert werden. Die Aktienzeichnungen allein hätten dafür nicht ausgereicht. Darüber hinaus wurden uns aber zahlreiche weitere Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote unterbreitet.
Da die Fortführung des Unternehmens auf einer belastbaren und verlässlichen Finanzierungsbasis beruhen muss, werden wir die eingegangenen Zusagen sowie wesentliche Zeichnungen in den kommenden Tagen sorgfältig prüfen, verifizieren und bewerten, bevor wir eine abschließende Aussage treffen können. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werden wir keine endgültige Bewertung vornehmen.“
Original-News vom 18.09.2026: Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit Next2Sun zusammen, der Erfinderin der vertikalen PV und Pionierin der Agri-PV. Aktuell steht Next2Sun vor einer entscheidenden Phase. Sie beschreiben in der Pressemitteilung, dass die laufende Aktienemission bislang nur einen Bruchteil des angestrebten Volumens erreichte. In der kommenden Woche entscheidet sich, ob das Unternehmen ausreichend Kapital für sein weiteres Fortbestehen einwerben kann. Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.
Dabei liegt das Problem nicht in fehlenden Projekten oder mangelnder Wirtschaftlichkeit. Im Gegenteil: Next2Sun verfügt über eine starke Projektpipeline und eine Technologie, die genau auf die aktuellen Anforderungen des Energiemarktes zugeschnitten ist. Die Belastungen des Geschäftsjahres 2025 durch die nicht genehmigte Agri-PV Förderung sowie die aktuell große Zurückhaltung von Investoren und Banken gegenüber Finanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien haben jedoch deutliche Spuren hinterlassen. (Auszug aus der Presse-Mitteilung von Next2Sun vom 18.09.2026)
Heiko Hildebrandt, CEO von Next2Sun „Wir haben das Produkt, das der Markt heute braucht. Unsere Projekte sind wirtschaftlich, netzdienlich und technisch erprobt. Wir haben die Kompetenz und die Projektbasis, um sie erfolgreich umzusetzen. Was wir jetzt brauchen, ist die Finanzierung“
Next2Sun richtet sich nun mit einem deutlichen Signal an die Energiewende-Community: Die besten Geschäftsaussichten sind wertlos ohne das Kapital, diese in reale Wertschöpfung umzusetzen. Institutionelle Finanzierungen sind im derzeitigen Marktumfeld nicht zugänglich – daher richtet sich Next2Sun nun gezielt an private Investoren, denen eine effiziente und schnelle Energiewende am Herzen liegt.
Die kommenden Tage sind dabei richtungsweisend. Alle Interessierten sollen die Möglichkeit haben, sich an einer Technologie zu beteiligen, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Die Mindestzeichnungssumme der laufenden Aktienemission wird deshalb auf 600 Euro gesenkt. Zum Schutz der Anleger gilt dabei: Die eingeworbenen Mittel werden nur dann angenommen, wenn ein Finanzierungsvolumen erreicht wird, dass eine unternehmerisch sinnvolle Entwicklung gewährleistet. Wird diese Schwelle nicht erreicht, kommt die Beteiligung nicht zustande.
(Auszug aus der Presse-Information vom 18.09.2026)
Heiko Hildebrandt, CEO von Next2Sun „Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet Unternehmen mit marktfähigen, netzdienlichen Lösungen und wirtschaftlichen Projekten nicht an der Technologie oder der Nachfrage scheitern, sondern an fehlendem Kapital. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Deutschland bereit ist, solche Innovationen mitzutragen.“
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