Power Purchase Agreement für 85 MW Solarpark in Deutschland

06. März 2019: Erstes Power Purchase Agreement (PPA) für Megawatt-Solarpark in Deutschland: Bereits seit mehreren Jahren plante die Energiekontor AG aus Bremen die Realisierung eines Solar-Pionierprojekts einzig mit einem privatwirtschaftlichen Stromliefervertrag. Das Unternehmen hatte sich also zum Ziel gesetzt, den ersten großen Solarpark Deutschlands zu bauen, der ohne EEG-Vergütung auskommen würde. 

Energiekontor und EnBW schließen 15-Jahresvertrag zur Solarstrom-Lieferung

Power Purchase Agreement für Solarpark in Deutschland
Power Purchase Agreement für Solarpark in Deutschland: Photovoltaik rentabel ohne Förderung - das Ende der fossilen Energieträger rückt näher

Inzwischen wurde auch der geeignete Partner für das Projekt gefunden: Der Baden-Württembergische Energieversorger EnBW, der in der Vergangenheit als starker Befürworter fossiler Energieträger bekannt war, hat sich entschieden zukünftig verstärkt auf Erneuerbare Energien zu setzen.

„Nachdem Energiekontor in England bereits den ersten förderungsfreien Windpark errichtet hat, werden wir nun auch in Deutschland als Pionier vorangehen und den ersten großen Solarpark außerhalb des EEG-Regimes realisieren. Mit dem Abschluss dieses PPA haben wir jetzt eine solide Basis um die Projektentwicklung des Solarparks Marlow/Dettmannsdorf voranzutreiben“, so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG. 

Erstes Power Purchase Agreement dieser Art in Deutschland – weitere sollen folgen

Es sei der erste PPA dieser Art in Deutschland. „Die Vereinbarung sieht vor, dass EnBW 100% des Stroms zum Festpreis abnehmen wird. Im Rahmen der vereinbarten Vertragslaufzeit von 15 Jahren gehen die beiden Unternehmen von einer insgesamt produzierten Strommenge von ca. 1,3 Terrawattstunden aus“, wie das Unternehmen darlegte. Zur Höhe des Abnahmepreises für den Solarstrom wurden keine Angaben gemacht. Angekündigt wurde hingegen bereits, dass ein weiteres per PPA finanziertes Solarkraftwerk mit sogar 175 Megawatt in naher Zukunft in Brandenburg errichtet werden soll.

Erstes PPA zeigt den Wert Erneuerbarer Energien für die Energiebranche

Solarparks ohne gesetzliche Förderung - das Ende der fossilen Energieträger naht
Solarparks ohne gesetzliche Förderung - das Ende der fossilen Energieträger naht

Durch das Power Purchase Agreement zeichnet sich ab, dass Erneuerbare Energien längst nicht mehr als „Alternative Energieträger“ zu betrachten sind. Vielmehr haben sich Energiequellen wie Wind und Photovoltaik in der Vergangenheit als zuverlässig erwiesen, und gezeigt, dass Sie die fossilen Energieträger problemlos ersetzen können. Auch Grüne Sachwerte bietet ökologische Geldanlagen mit teils förderungsfreier Finanzierung an. Für ältere und bereits laufende Solarparks hingegen ist die bestehende 20-jährige EEG-Förderung nach wie vor die solide Basis langfristiger Wirtschaftlichkeit.

Quellen: Energiekontor, EnBW, ECOreporter, pv-magazine 

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Langfristiger Stromliefervertrag sorgt für solide Basis

Ein PPA bezeichnet eine Stromkaufvereinbarung, welche einen langfristigen Stromliefervertrag zwischen zwei Parteien beinhaltet. Durch dieses Power Purchase Agreement verpflichtet sich der Käufer, den vom Solarpark produzierten Strom zu einem Festpreis abzunehmen. Somit können Photovoltaik-Kraftwerke privatwirtschaftlich und ohne gesetzliche Förderung errichtet werden – das Zeitalter der fossilen Brennstoffe geht damit unweigerlich zu Ende. Errichtet werden soll der 85 MW leistungsstarke Solarpark auf einer rund 120 Hektar großen Fläche in Mecklenburg-Vorpommern.