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Neuer "Heizungshammer"

Gutachten stellt Verfassungskonformität diskutierter Vorschläge in Frage

...und Raider heißt jetzt Twix!Aus dem Gebäudeenergiegesetz wird das Gebäudemodernisierungsgesetz

Wir backen uns ein neues Gebäudeenergiegesetz. Schließlich hatten wir im Wahlkampf und im Koalitionsvertrag vollmundig angekündigt, dass das „dämliche Heizungsgesetz“ abgeschafft werden müsse. Also schaffen wir es ab – zumindest dem Namen nach – und nennen es künftig Gebäudemodernisierungsgesetz.

Dumm nur: Ein Heizungsgesetz existiert gar nicht. Man kann es folglich auch nicht umbenennen. In Wirklichkeit geht es um das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Das gibt es tatsächlich – und genau dieses Gesetz soll jetzt einen neuen, politisch handlicheren Titel bekommen.

Das Problem dabei: Das GEG regelt nicht nur die Modernisierung bestehender Gebäude, sondern auch die energetischen Anforderungen im Neubau. Und im Neubau wird bekanntlich nicht modernisiert. Der neue Name ist also nicht nur irreführend, sondern sachlich schlicht falsch. Vielleicht war der alte Name am Ende doch weniger das Problem als gedacht.

 

 

Auch bei Grüne Sachwerte kennen wir uns mit Naschwaren aus. Aus "Grüne Sachwerte" wurde kurzfristig zu Weihnachten die "Süßen Naschwerke". Ob Raider jetzt Twix heißt ist uns jedoch ziemlich egal. Ob das Gebäudeenergiegesetz jetzt Gebäudemodernisierungesetz heißt, ist eigentlich auch zweitrangig.

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Gutachten kritisiert Reformideen

Ein von der Anwaltskanzlei „Rechtsanwälte Günther“ aus Hamburg erstelltes und von Greenpeace beauftragtes Gutachten geht mit den aktuellen Reformideen für den „Heizungsteil“ des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) hart ins Gericht. Die zentrale Botschaft: Die 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Vorgabe beim Heizungstausch ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern eine klare Leitplanke für Investitionen.

Sie setzt genau dort an, wo Entscheidungen jahrzehntelang nachwirken – beim Heizungskeller – und sorgt dafür, dass Geld nicht mehr in Technik von gestern fließt. Wer diese Vorgabe aufweicht, schafft keine Freiheit, sondern Unsicherheit: Planungen werden schwieriger, fossile Lock-ins wahrscheinlicher und die Wärmewende tritt auf die Bremse. Oder anders gesagt: Ohne klare Regeln fährt hier niemand in Richtung Zukunft.

Heizungen sind keine Übergangslösung

Heizungsalter Heizungsalter

Die meisten der aktuell im Gebäudebestand installierten Heizungen stammen aus dem letzten Jahrhundert. Oder anders: Öl- und Gasheizungen, die heute eingebaut werden, sind vermutlich zum überwiegenden Teil im Jahr 2050 noch in Betrieb.

Heizungsanlagen sind langlebige Infrastruktur mit einer Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren und mehr. Wer heute fossile Technik einbaut, entscheidet sich nicht für eine neutrale Brücke, sondern für einen langfristigen Pfad.

Ein späterer Energieträgerwechsel ist meist nur durch einen erneuten Kompletttausch möglich – teuer, aufwendig und politisch konfliktträchtig. Das Gutachten warnt daher ausdrücklich davor, Gas als „Übergang“ zu legitimieren: Im Wärmemarkt ist späteres Umsteigen die Ausnahme, nicht die Regel.

Der Zielkonflikt zur Klimaneutralität ist offensichtlicher, als jeder Elefant im Raum.

Warum Preissignale im Wärmemarkt versagen

Reine Preis- oder CO₂-Steuerung greift laut Gutachten zu kurz. Die Lebenszykluskosten von Heizungen sind für Haushalte kaum kalkulierbar, weil Gaspreise, CO₂-Kosten, Netzentgelte, Förderbedingungen und Strommix unsicher sind. Hinzu kommt begrenzte Aufmerksamkeit: Viele Entscheidungen orientieren sich am Anschaffungspreis, nicht an Kosten über 20 Jahre.

Besonders im Mietmarkt verschärft sich das Problem, weil Eigentümerinnen investieren, während Mieterinnen die laufenden Kosten tragen.

Effizienz ersetzt keine Defossilisierung

Auch eine stärkere Verrechnung von Gebäudehülle und Heiztechnik sieht das Gutachten kritisch. Zwar senkt gute Dämmung den Wärmebedarf, sie macht fossile Wärme aber nicht klimafreundlich.

Wird Effizienz genutzt, um niedrigere EE-Anforderungen an die Heizung zu rechtfertigen, verschiebt sich die Dekarbonisierung nach hinten. Systemisch bedeutet das: weniger Nachfrage nach Wärmepumpen und Fernwärme heute, weniger Skalierung, weniger Fachkräfteaufbau – und am Ende höhere Gesamtkosten.

WP vor Bruchbude WP vor Bruchbude

Dies ist sicher ein sinnvoller erster Schritt, als nächstes könnte man noch die Fenster erneuern.
KI generiertes Bild.

Fazit: Stabilität beschleunigt, Aufweichung verteuert

Unterm Strich versteht das Gutachten das aktuelle GEG als Investitionslenkungs- und Verbraucherschutzregime. Klare, einfache Standards schaffen Orientierung für Haushalte, Handwerk, Industrie und Kommunen. Reformen, die diese Klarheit reduzieren, würden nicht entlasten, sondern Risiken erhöhen – ökonomisch, sozial und klimapolitisch.

Die Warnung ist eindeutig: Wer heute aufweicht, muss morgen härter und teurer nachsteuern. Anders gesagt: Wer heute aus Angst vor Zumutungen die Leitplanken abbaut, lädt morgen die Rechnung auf den Küchentisch. Politik nach dem Motto „Augen zu und durch“ ist beim Heizungskeller keine Entlastung – sondern nur eine teure Vertagung der Realität.

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        September 2021: Neu: E-Mobilität Geldanlage / Bundestagswahl ist Klimawahl

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        Mai 2021: Klimaschutz ist Grundrecht / neue Solar- und Windinvestments / neue Mitarbeiter

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        Juni 2020: Drei neue Solar / Wind Angebote, EE stabil in der Krise, neue Kooperation mit ökologischem Vermögensberater

        März 2020: Corona-Pandemie und grüne Geldanlagen

        Februar 202: Neue Produkte, Spezial-AIF und Festzins ab 15.000 Euro

        Dezember 2019: Wattner-Solarzins erfolgreich gestartet, CAV und Ökorenta schließen bald

        Oktober 2019: Interview zu Wattner SunAsset 9, Angebote bis Jahresende

        Juni 2019: Klimaneutralität: Deutschland braucht mehr grüne Energie!

        Mai 2019: Solar Sonder-Newsletter Die unglaubliche Entwicklung der Photovoltaik

        Februar 2019: Kohleausstieg kommt, Ökostrom gewinnt an Bedeutung

        November 2018: Chancen für produzierende Anlagen – ÖKORENTA 10 und CAV profitieren

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