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Negative Strompreise in Deutschland 2020 Erneuerbare Energien im Strommix: Deutschland Solar

Negative Strompreise im sonnigen April

Ursachen und Auswirkungen

Dank des sonnigen April fielen die Strompreise ins Negative

07. Mai 2020:

Das Thema der negativen Strompreise ist in den letzten Jahren häufiger in den Mittelpunkt der energiepolitischen Diskussion gerückt worden. Besonders die derzeitige Coronakrise hat die Relevanz hierfür noch einmal erhöht. Die Nachfrage nach Strom ist analog zu den wirtschaftlichen Einschränkungen in den letzten Wochen deutlich gesunken, während der April 2020 als einer der besten Solarmonate in die Geschichte der Erneuerbaren Energien eingehen wird. Daneben war auch die Produktion von Windstrom im Jahr 2020 sehr ordentlich. Bekannterweise sind erneuerbare Energieträger volatil. Das heißt, sie können im Gegensatz zu Kohle- und Atomkraftwerken ihre Produktion nicht an die Nachfrage anpassen. Allerdings sind beide – im Gegensatz zu den flexiblen Gaskraftwerken – eher träge. Doch was passiert, wenn auf Grund der guten Wetterlage viel Solar- und Windstrom ins Netz eingespeist wird, der Strombedarf aber nicht so hoch ist. Hiermit kommen wir zu der Thematik der negativen Strompreise…

Negative Strompreise in Deutschland 2020 Negative Strompreise in Deutschland 2020

Der April 2020 sprengte alle Erwartungen an die Solarenergie und übertraf sogar die Sommermonate des Dürrejahres 2018. Lediglich der Juni 2019 war noch etwas ertragreicher.

Negative Strompreise - Ein immer wichtiger werdendes Thema!

Strom wird in Deutschland börslich und außerbörslich gehandelt. An der Strombörse in Leipzig spielen sowohl der Stromhandel für den entsprechenden Tag (Intraday) als auch für den folgenden Tag (Day-Ahead) eine wichtige Rolle. Durch die Fortschritte der Meteorologie lässt sich die Erzeugung von Wind- und Solarenergie mittlerweile recht zuverlässig vorhersagen, wobei ein gutes Angebot Erneuerbarer Energien nicht unbedingt eine entsprechende Nachfrage findet. In diesem Fall kommt es im Day-Ahead-Markt zu negativen Strompreisen. Kraftwerksbetreiber sind dann gewillt, ihre Kapazitäten technisch herunterzufahren, wenn die Kosten dafür geringer sind als solche, die durch den Stromverkauf bei negativen Strompreisen entstehen. Viele Stromanbieter nutzen dafür Virtuelle Kraftwerke, in denen sie ihre Anlagen nach den jeweiligen Kosten zur Stromerzeugung ordnen. Bisher traten negative Strompreise vor allem nachts auf, da dann die Nachfrage gering, die Erzeugung von Windenergie aber weiterhin hoch war. Die Kombination aus einem Ausbau der Erneuerbaren Energien, einem verschleppten Kohleausstieg und geringerer Stromnachfrage durch mehr Energieeffizienz wird das Thema in Zukunft aber noch relevanter machen, vor allem für die Solarenergie.

Was sagt das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu negativen Strompreisen?

Seit der Einführung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG)  im Jahr 2000 werden fossiler und grüner Strom rechtlich unterschiedlich behandelt. Strom aus Wind, Sonne und Co. muss vom Netzbetreiber vorrangig abgenommen werden und erhält eine gesetzliche Vergütung. Dabei entsteht natürlich ein Problem, da eingespeister Grünstrom zu Zeiten negativer Strompreise wirtschaftlich nicht erwünscht ist und deshalb auch nicht vergütet werden kann. Das EEG legt dabei fest, dass die Anlagen mit einer Leistung von über 500 kW bzw. Windparks über 3 MW rückwirkend keine Vergütung erhalten, wenn am Day-Ahead-Markt der Strombörse für sechs aufeinander folgende Stunden negative Strompreise bestanden. Windparks und in zunehmenden Maße auch Solarparks müssen sich also vermehrt auf Abregelungen einstellen. Viele Windparks in Norddeutschland kennen diese Situation bereits regelmäßig durch das Einspeisemanagement (EisMan). Grund für die Abregelungen ist hier der Netzbetreiber, der bei drohenden Netzengpässen Anlagen abregeln darf. Die Betreiberinnen und Betreiber der Windparks werden über die EEG-Umlage für den Ausfall entschädigt.

EEG - das Erneuerbare Energien Gesetz und Hans-Josef Fell EEG - das Erneuerbare Energien Gesetz und Hans-Josef Fell

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist der zentrale Baustein für den Ausbau von Wind, Solar und Co. Jetzt gilt es vor allem, die richtigen rechtlichen Konditionen für die Sektorenkopplung, den Netzausbau und die Errichtung von Energiespeichern festzulegen.

Abregelungen - Was passiert technisch?

Wie bereits erwähnt sind fossile Kraftwerke, wenn auch meist auf sehr träge Art darauf ausgelegt, Strom zu erzeugen, wenn er verbraucht wird. Auch bei der Stromerzeugung durch Biomasse ist das gut möglich und wird so praktiziert. Die beiden zentralen Säulen der zukünftigen Stromerzeugung – Wind und Solar – sind dagegen nicht so einfach regelbar und müssen jeweils auf spezifische Art und Weise abgeregelt werden. Bei den Windrädern erfolgt das durch eine Verstellung der Rotorblätter, die damit ihre Aerodynamik verändern und die Umlaufgeschwindigkeit verringern, beziehungsweise ganz zum Stillstand kommen. Windräder mit „aus dem Wind gedrehten Rotorblättern“ können häufiger beobachtet werden, wobei in den meisten Fällen Wartungsarbeiten der Grund sind. Eine nachgeführte Solaranlage kann prinzipiell zur Senkung ihrer Erzeugung natürlich auch „aus der Sonne gedreht“ werden. Um sicherzustellen, dass kein Strom mehr erzeugt wird, werden die Anlagen jedoch vom Wechselrichter getrennt. Dieser ist notwendig, weil der erzeugte Solarstrom Gleichstrom, der im Haushalt benötigte Strom aber Wechselstrom ist.

Erneuerbare Energien zukunftsfähig machen

Grüne Sachwerte vertritt seit der Unternehmensführung 2012 ein ambitioniertes Ziel: 100% Erneuerbare Energien! Klar ist aber auch, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie allein nicht ausreichend ist. Nach dem bald durchgeführten Atomausstieg sind die trägsten Kraftwerke aus der Energieerzeugung raus. Dann müssen die besonders dreckigen und unflexiblen Braunkohlemeiler vom Netz, die zur Versorgung der Grundlast durchlaufen und damit mittags häufig Platz für Solarstrom verstopfen. Für einen kurzen Übergangszeitraum ergibt es Sinn auf flexible Gaskraftwerke zu setzen. Dass Energiespeicher für die Energiewende wichtig sind, scheint sich mittlerweile herumgesprochen zu haben. Diese müssen jedoch an den Ausbau der Erneuerbaren angepasst werden, um keinen neuen Platz für Kohlestrom zu schaffen. Auch die Sektorenkopplung von Strom, Wärme und Verkehr ist eine sinnvolle Möglichkeit, überschüssigen Strom anderen Bereichen zur Verfügung zu stellen. Daneben sollte auch ein Netzausbau, der die regionale Integration der Energieerzeugung in den Fokus rückt, in Angriff genommen werden. Die Energiewende ist also durchaus eine große Herausforderung!

Grüne Sachwerte möchte frei nach dem Unternehmensmotto „Energiewende machen wir gemeinsam“ diese Herausforderung mit Ihnen annehmen uns setzt deshalb auf ein breites Portfolio an Investitionen in die Bereiche Windkraft, Solarenergie, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung. Gerne stehen wir Ihnen mit einer individuellen Beratung zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund und optimistisch!

Ihr Team von Grüne Sachwerte

Quellen: Next Kraftwerke, SMA, Fraunhofer ISE

Grüne Sachwerte Bremen Team - Sandra Horling, Henrik Steinert, Michael Horling Grüne Sachwerte Bremen Team - Sandra Horling, Henrik Steinert, Michael Horling

Energiewende machen wir gemeinsam - Ihr Team von Grüne Sachwerte

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Beispiele bisheriger Newsletter

Juni 2020: Drei neue Solar / Wind Angebote, EE stabil in der Krise, neue Kooperation mit ökologischem Vermögensberater

März 2020: Corona-Pandemie und grüne Geldanlagen

Februar 202: Neue Produkte, Spezial-AIF und Festzins ab 15.000 Euro

Dezember 2019: Wattner-Solarzins erfolgreich gestartet, CAV und Ökorenta schließen bald

Oktober 2019: Interview zu Wattner SunAsset 9, Angebote bis Jahresende

Juni 2019: Klimaneutralität: Deutschland braucht mehr grüne Energie!

Mai 2019: Solar Sonder-Newsletter Die unglaubliche Entwicklung der Photovoltaik

Februar 2019: Kohleausstieg kommt, Ökostrom gewinnt an Bedeutung

November 2018: Chancen für produzierende Anlagen – ÖKORENTA 10 und CAV profitieren

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