Interview mit Wattner aus Köln - wie läuft die Emission "SunAsset 7"?

4. Dezember 2017 - Vor rund zwei Monaten begann die Emission des Nachrangdarlehens "SunAsset 7" von Wattner aus Köln. Bereits zu Jahresbeginn sprach diesbezüglich Grüne Sachwerte mit Dipl. Ing. Ulrich Uhlenhut, einem der beiden Gründer und heutigen Vorstände von Wattner. Nun traf sich Grüne Sachwerte-Geschäftsführer Michael Horling in der Kölner Wattner-Zentrale mit der vollständigen Geschäftsführung um Guido Ingwer, Yvonne Heider und Ulrich Uhlenhut, um den aktuellen Stand der Solar-Vermögensanlage zu besprechen und den Ausblick auf die nächsten Jahre für ökologische Anleger zu erörtern.

Wattner-Geschäftsführung: "Mit Leidenschaft noch 20 Jahre dabei"

Wattner in Köln - Treffen mit Grüne Sachwerte
Von links: Dipl.-Ing. Guido Ingwer, Yvonne Heider, Michael Horling, Dipl.-Ing. Ulrich Uhlenhut

Grüne Sachwerte: Hallo Frau Heider, Herr Ingwer und Herr Uhlenhut! Nach etwas Verzögerung hat die Emission des Wattner SunAsset 7 Ende September begonnen. Hatte die Verzögerung Nachteile für die Anleger des SunAsset 7, und wie läuft die Emission seither?

Wattner: Die Verzögerung hatte eigentlich nur Vorteile, auch wenn wir so eine lange Prüfungsphase nicht zur Norm machen möchten. Alle Solarkraftwerke sind nun bereits errichtet und können umgehend übernommen werden. Diese Woche ist es übrigens wieder soweit: das Solarkraftwerk Beuna gehört dann auch zum Wattner SunAsset 7. Am Donnerstag wird es offiziell gemeldet. Außerdem haben die Kraftwerke dieses Jahr bereits gut produziert und der SunAsset 7 übernimmt sämtliche Erträge ab dem 01.01.2017 mit.

Grüne Sachwerte: Die neuen Ausschreibungen zwingen Sie dazu, in der Entwicklung, der Projektierung und auch im Betrieb von Solarparks knallhart zu kalkulieren, um mit Ihren Geboten erfolgreich Zuschläge generieren zu können. In der letzten Ausschreibung von Oktober 2017 lag die durchschnittliche Förderhöhe nur noch bei 4,91 Cent/kWh. Wie lief es für Wattner in den letzten Ausschreibungsrunden - kann man nach heutigen Maßstäben zu diesen Preisen rentabel Solarparks in Deutschland betreiben?

Wattner: Dieses Jahr haben wir sieben Zuschläge gewonnen und das sichert uns und dem SunAsset 7 weiteres Geschäft und mehr Solarkraftwerke. Hoffen wir, dass es weiter so gut läuft. Bisher geht die Kalkulation auf und die Einkaufspreise für Komponenten und die Errichtung sinken entsprechend mit der Vergütung und erlauben es, weiterhin Solarkraftwerke zu errichten. Wenn das erst einmal gelungen ist, ist der Betrieb ebenfalls sichergestellt.

Wattner SunAsset 7 erwirbt 3,7 MW Solarpark Beuna
Der Solarpark Beuna mit 3,7 MW Nennleistung ist in Betrieb seit Sommer 2016 - jetzt wird er als vierte Investition für den Wattner SunAsset 7 erworben.

Grüne Sachwerte: Sie werden also in naher Zukunft noch einiges an Arbeit vor sich haben, das ist doch gut! Um Ihre Solarparks zu finanzieren, werden die einzelnen Kraftwerke allerdings momentan – wie marktüblich – in höherem Maße fremdfinanziert. Wie würde die Situation aussehen, sollten die Zinsen in den nächsten Jahren allmählich wieder ansteigen? Wären Finanzierungsmodelle wie der SunAsset 7 für Privatanleger dann noch denkbar?

Wattner: Das wird noch sehr interessant und wir können dies nur beobachten und immer wieder kalkulieren. Sollten die Zinsen für die Fremdfinanzierung steigen, wird es insgesamt knapper für die Kalkulation der Solarkraftwerke. Dann müssten theoretisch die Vergütungen wieder hochgehen. Da der relativ geringe Anteil Eigenkapital für jede Finanzierung (ca. 20%), der typischerweise über öffentliche Vermögensanlagen finanziert wird, anteilig nicht so sehr ins Gewicht fällt, wird dieses Model vermutlich weiter funktionieren - solange sich die Errichtung neuer Anlagen an sich lohnt.

Grüne Sachwerte: Herr Uhlenhut, Herr Ingwer, nun sind Sie beide - als Ingenieure und auch kaufmännisch - schon lange im Solarbereich aktiv. Bereits 2004 hat Wattner das erste Megawatt-Kraftwerk errichtet, inzwischen haben Sie über 260 Megawatt Leistung auf den Weg gebracht. Wie sehen langfristig Ihre Ziele für und mit Wattner aus, und wo sehen Sie den Anteil an Solarstrom im deutschen Strommix bis 2030?

Wattner: Wir möchten auf jeden Fall jedes unserer aktuellen Solarkraftwerke bis zum Ende der EEG-Vergütung begleiten. Damit sind wir sehr gerne und mit Leidenschaft noch 20 Jahre dabei und sehr gespannt auf die Herausforderungen, der die Branche noch so entgegensehen wird. Und die 10% Marke Anteil am deutschen Strommix sollte die Solarenergie in den nächsten 12 Jahren geknackt haben.

Grüne Sachwerte: Vielen Dank für das interessante Gespräch, und vor allem weiterhin viel Erfolg in der nahen Zukunft!

 

Emission "SunAsset 7": Langfristig in laufende Solarparks investieren

Bereits ab 3.000 Euro und ohne Nebenkosten ist die Zeichnung des Nachrangdarlehens "Wattner SunAsset 7" möglich. Noch bis Jahresende erhalten Zeichner zudem einen Frühzeichnerbonus, die zunächst geplanten 8,7 Mio. Euro sind bereits zu über 50% platziert.

Zum ausführlichen Portrait Wattner SunAsset 7

Quelle: Wattner Gruppe, Grüne Sachwerte

 

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