26. Nov. 2012: Eckpunktepapier für EEG-Fortentwicklung von EUROSOLAR e.V.

Dezentrale Energiewende: Windkraft und die Erneuerbaren Energien schützen das Klima für die zukünftigen Generationen. Bild: Frau mit Kind und Windkraftanlage
Die dezentrale Energiewende schafft ökologische Energie sowie Wertschöfpung regional vor Ort. Sie schützt das Klima und vermeidet Rohstoffimporte. Nahezu alle Deutschen befürworten den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien und halten ihn für wichtig oder sogar sehr wichtig.

„Der unverzügliche Wechsel zu Erneuerbaren Energien ist keine Last, sondern die größte greifbare soziale und wirtschaftliche Zukunftschance“, so Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises und Vordenker der Erneuerbaren Energien Branche.

Das EEG ist weltweit das erfolgreichste Konzept zur Umsetzung der Energiewende", erklären EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege und der Vorsitzende der EUROSOLAR-Sektion Deutschland Dr. Axel Berg. Um die wirtschaftlichen und sozialen Chancen der Energiewende optimal zu nutzen, sind bei der nächsten Novelle des EEG nach der nächsten Bundestagswahl einige Änderungen erforderlich. Mittelständische Wirtschaft, Energiegenossenschaften, Handwerker, Land- und Forstwirtschaft, Kommunen, Stadtwerke, Maschinenbauunternehmen, die anlagenproduzierende Industrie und insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger sind die Träger der dezentralen Energiewende.

"Die Beschleunigung der dezentralen Energiewende spart Kosten und ist der wirtschaftlich vernünftigste Weg"

Durch die dezentrale Energiewende entsteht Wertschöpfung in der jeweiligen Region, allein 2011 waren dies rund 8,9 Milliarden Euro in ganz Deutschland. Circa 380.000 Arbeitsplätze sind dadurch bereits entstanden. "Für die Volkswirtschaft ist die dezentrale Energiewende der beste Weg", erklären Droege und Berg.

Mit den aktuellen Überlegungen des Bundesumweltministers zur Energiewende würde das EEG zu einem teuren Instrument zur Förderung der großen Energiekonzerne umfunktioniert. Sein zugleich ausgerufenes Ziel zur Verlangsamung der dezentralen Energiewende ist für die Volkswirtschaft der schlechteste Weg und bedeutet für die dynamisch wachsenden regionalen Wertschöpfungsketten in den Bundesländern faktisch den Zusammenbruch. Eine Verlangsamung der Energiewende nütze nur den großen Energiekonzernen und ihrer Oligopolstellung. EUROSOLAR legt nun frühzeitig Vorschläge zur mittelfristigen Überarbeitung des EEG vor, die von Grüne Sachwerte e.K. inhaltlich unterstützt werden.

Download Eckpunktepapier von EUROSOLAR zur EEG-Fortentwicklung


Quelle: EUROSOLAR e.V., Grüne Sachwerte e.K.

 

Umfrage: Bürger befürworten Energiewende

Erneuerbare Energien sind bei den Deutschen beliebt: Einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest zufolge halten 94 Prozent der Bundes­bürger den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien mindestens für "wichtig" oder sogar für "sehr bzw. außerordentlich wichtig".

"Die stabile hohe Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein klares Votum der Bevölkerung für eine rasche und konsequente Energiewende", folgert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Dies gilt selbst dann, wenn die Erneuerbare-Energien-Anlagen in Wohnortnähe der Befragten errichtet werden, so das Ergebnis der Umfrage: Rund 65 Prozent der Bürger finden Ökostromkraftwerke in ihrer Nachbarschaft "sehr gut" oder "gut". Die konkrete Zustimmung liegt sogar noch höher, wenn die Befragten etwa mit Windenergie­anlagen oder Solarparks in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung bereits Erfahrungen gemacht haben. "Den meisten Bürgern ist offensichtlich sehr gut bewusst, welchen Mehrwert die Erneuerbaren Energien mit sich bringen. Sie akzeptieren sie deshalb auch bereitwillig vor der eigenen Haustür", ergänzt Vohrer.

Eine sichere Zukunft für kommende Generationen gehört zu den in der Umfrage am häufigsten genannten Vorteilen der Energiewende. Über 80 Prozent der Befragten sehen diese durch den Umstieg auf Erneuerbare Energien gewährleistet, vom Klimaschutz, dicht gefolgt, den 79 Prozent der Befragten mit Wind, Solar und Co. verbinden. Auch die Chance, sich an der Energieversorgung selbst zu beteiligen (66 Prozent) und die Unabhängigkeit von Energieimporten (65 Prozent) sind der Umfrage zufolge wichtige Beweggründe dafür, dass die Mehrzahl der Bürger bereit ist, den Umstieg auf Erneuerbare Energien zu unterstützen.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien