5. Nov. 2012: Bayern-Windpark Feilitzsch schließt Probephase ab

ENERCON-Windpark Feilitzsch - Windkraftanlagen in Bayern
ENERCON-Windpark Feilitzsch: 4 Windkraftanlagen in Bayern erzeugen Windstrom für 6.000 Haushalte

Der Bayern-Windkraftfonds Windpark Feilitzsch hat den 300 Stunden dauernden Probebetrieb der vier ENERCON-Windenergieanlagen mittlerweile abgeschlossen. Im Laufe der nächsten Wochen wird die technische Abnahme des Windparks durch einen unabhängigen technischen Sachverständigen erfolgen. Zum Stand Ende Oktober wurden bereits fast 40% der prognostizierten Strommenge für das Jahr 2012 produziert und in das Netz eingespeist.

Windpark Feilitzsch nutzt Direktvermarktung des Windstromes

Der produzierte Strom des Windpark Feilitzsch in Bayern wird in Zusammenarbeit mit der MVV Energie AG aus Mannheim im Zuge der Direktvermarktung veräußert. Windstrom kann bereits heute so lukrativ veräußert werden, dass Windkraftfonds auch unabhängig vom Erneuerbaren-Energie-Gesetz wirtschaften können. Bei fallenden Preisen ist zudem die Rückkehr zur gesetzlichen Vergütung möglich.

Zusatzerlöse erhöhen Kalkulationssicherheit für Bayern-Windpark Feilitzsch

Die durch die Direktvermarktung entstehenden Zusatzerlöse wurden als zusätzlicher Sicherheitspuffer in den Prognoserechnungen nicht berücksichtigt. Mindesteinnahmen in Höhe des Einspeisetarifs sind dabei durch das EEG für 20 Jahre gesetzlich festgeschrieben. So werden zusätzliche Ertragsquellen für den bayerischen Windpark generiert, um den Nutzen für die Anleger zu erhöhen.

Weitere Informationen: Fondsportrait Windpark Feilitzsch in Bayern

Quelle: Lacuna AG, Grüne Sachwerte e.K.

 

Bayern mögen Windparks, auch in der Nachbarschaft

München - Die Bayern mögen Erneuerbare Energien und die Anlagen, in denen sie erzeugt werden - und zwar viel lieber als die Menschen im Rest der Republik: Das ist das verblüffende Ergebnis der aktuellen Akzeptanzumfrage zu Ökostrom-Anlagen, die die in Berlin ansässige Agentur für Erneuerbaren Energien in Auftrag gegeben hat. Demnach finden 75 Prozent der Befragten eine Ökostrom-Anlage in der Nachbarschaft gut oder sehr gut. Bundesweit sehen das nur 67 Prozent so. Die Zustimmung in Bayern stieg auch im Vergleich zum Jahr 2011 deutlich an. Damals fanden nur 63 Prozent eine Ökostrom-Anlage in der Nachbarschaft gut.

Bei den Befragten, die schon eine Anlage in der Nähe haben, ist die Zustimmung erkennbar höher als bei denen, die einen Stromerzeuger nur aus der Ferne kennen. So finden 68 Prozent der Befragten ein Windrad in der Nachbarschaft gut - in der Theorie. Wer schon in der Nähe einer Windkraftanlage lebt, ist dieser offenbar deutlich freundlicher gesinnt: Satte 86 Prozent der Nachbarn einer Windkraftanlage finden diese Anlage auch gut oder sehr gut. Ähnlich verhält es sich bei Solarparks, wo 82 Prozent der Nachbarn die Anlage gut finden. Allgemein liegt die Zustimmung hier bei 78 Prozent. Auch diese Werte liegen jeweils deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Quelle: Sueddeutsche Zeitung, 17.10.2012