Anti-Kohle-Kette am 25. April 2015 am Braunkohletagebau Garzweiler II

Menschenkette gegen Kohle 2015
Bild der Anti-Atom-Menschenkette in Hamburg, 2010: Hunderttausend Menschen demonstrierten wirkungsvoll - alte AKW werden der Reihe nach abgeschaltet

Grüne Sachwerte hat die Zugtickets gebucht: Am Wochenende werden wir, gemeinsam mit hoffentlich vielen tausenden weiterer engagierter Mitmenschen, zur Anti-Kohle-Menschenkette am Braunkohle-Tagebau Garzweiler II fahren. Ein breites Bündnis aus NGOs wie der BUND, der NABU, Greenpeace oder Campact hat sich hierfür zusammengeschlossen:

"Mit unserer Menschenkette stärken wir die breite Bürgerbewegung gegen Kohle und unterstützen den lokalen Widerstand. Kommen Sie am 25. April 2015 zur Menschenkette und zur anschließenden Kundgebung mit Konzert und zeigen den Baggern und Klimakillern die rote Linie auf."

2015 wird ein wegweisendes Jahr für Klimaschutz

Wir haben die Chance, den Ausstieg aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft einzuleiten. Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO2-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen.

In Nordrhein-Westfalen verhandelt zudem die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidungen große Bedeutung zu.

Doch die Kohlelobby macht massiv Front gegen die Pläne, den boomenden Kohlestrom zurückzudrängen. Deshalb ist jetzt der Protest von uns BürgerInnen gefragt. Mit einer Menschenkette entlang des Tagebaus Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter - der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden!

 

  • Kohlekraft zerstört das Weltklima. Vor allem durch die Kohleverstromung ist Nordrhein-Westfalen für ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich.

  • Kohlekraft zerstört ganze Dörfer und Landschaften. RWE will allein für Garzweiler II noch weitere 3.000 Menschen in 12 Dörfern und Weilern gegen ihren Willen umsiedeln.

  • Kohlekraft gefährdet unsere Gesundheit mit Quecksilber, Arsen und Feinstaub aus den Schloten der Kraftwerke.

  • Kohlekraft ist auch kein Jobmotor (wie von den Gewerkschaften teils behauptet), denn die Branche der Erneuerbaren Energien schafft deutlich mehr und zukunftsfähigere Jobs, als in der Kohlebranche unweigerlich verloren gehen werden (Ergänzung von Grüne Sachwerte)

 

Quelle: Anti-Kohle-Kette.de, Grüne Sachwerte

 

Kohle erzeugt am meisten CO2

Deutsches Braunkohlekraftwerk Jänschwalde
Deutsches Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas führt zum messbaren Anstieg des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre und als Folge zu einer deutlichen Erderwärmung. Kohle verursacht im Vergleich sogar die höchsten CO2- Emissionen: Bei der Verbrennung einer Tonne Steinkohle werden 2,68 Tonnen, bei einer Tonne Braunkohle sogar 3,25 Tonnen CO2 freigesetzt. Weltweit reichern sich jährlich über neun Milliarden Tonnen CO2 in der Atmosphäre an und heizen dadurch unseren Planeten weiter auf.

Deutsche Kohlekraftwerke am dreckigsten

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Von den fünf europäischen Kraftwerken mit dem höchsten CO2-Ausstoß stehen vier in Deutschland. Das geht aus einer Analyse offizieller EU-Daten hervor. Interessanter Fakt - auch neue Kohlekraftwerke sind alles andere als sauber: Das neue Vattenfall-Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg stößt genau so viel CO2 pro Jahr aus wie der gesamte Staat Bolivien.

Quelle: Greenpeace, Süddeutsche Zeitung