14. Jan. 2014: Mehr Solarstrom, Rückgang bei Erdgas und Kohleboom in 2013

Mehr Solarstrom, leider auch mehr Kohlestrom 2013
Kohlekraftwerke in der Lausitz - Braunkohle ist der Energieträger mit dem höchsten CO2-Ausstoß unter den wichtigsten Energieträgern in Deutschland

Wachstum beim Ökostrom, aber auch bei schmutziger Kohleverstromung: Der Anteil von Solarstrom an der deutschen Bruttostromerzeugung ist im vergangenen Jahr auf 4,5 Prozent (2012: 4,2 Prozent) gestiegen. Insgesamt stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung von 22,8 Prozent im Jahr 2012 auf nun 23,4 Prozent. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch lag noch höher, nämlich bei 25 Prozent; der Anteil der Photovoltaik betrug hier fünf Prozent.

Anstieg bei Solarstrom, starker Rückgang bei Erdgas

Während die Photovoltaik damit um 7,3 Prozent zulegte, ging der Windkraftanteil witterungsbedingt um 3,5 Prozent auf 7,9 Prozent zurück. Biomasse erreichte 6,8 Prozent (2012: 6,3), Wasserkraft 3,4 Prozent (2012: 3,5). Zugleich stieg auch der Anteil der Braun- und Steinkohle an der Bruttostromerzeugung von 44 auf 45,5 Prozent, während der Anteil von Erdgas von 12,1 auf 10,5 Prozent sank. Besonders stark betroffen waren hierbei Ergas betriebene reine Stromerzeugungsanlagen (im Unterschied zu Kraft-Wärmekopplung), deren Produktion um 33,6 Prozent zurück ging.

Quelle: Photon, BDEW, Grüne Sachwerte

 

Atomstrom nur leicht rückläufig - Kohlestrom geht in den Export

Der Atomstromanteil sank im vergangenen Jahr lediglich leicht auf 15,4 Prozent (2012: 15,8). Im letzten Jahr wurden insgesamt 33 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Ausland verkauft, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (23 Milliarden Kilowattstunden) um hohe 44 Prozent. Hauptsächlich exportiert wurde der Strom aus abgeschriebenen deutschen Kohlekraftwerken, der mit hohen Gewinnen auf dem europäischen Strommarkt verkauft werden kann. Einer der Hauptgründfe hierfür ist der seit längerem sehr niedrige Preis für die CO2-Zertifikate.